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IV. V­­ampire

 

„Okay… und warum hast du das getan?“

„Das ist meine Aufgabe, Lily“, meinte mein Bruder. „Ich kann dagegen nichts machen. Es tut mir echt verdammt leid, aber ich konnte und kann dagegen nichts machen. Ich muss auf dich aufpassen, bis du ein richtiger Vamp bist. Ich muss dich praktisch auch erziehen und dir lehren wie man sich verhält. Und es tut mir wirklich leid das du dich da beobachtet gefühlt hast und so.“

„Ach, schon gut. Und wann fängt das Training an? Weil wenn schon, denn schon. Weist du wie ich es meine?“

„Ja, Schwesterchen, weiß ich. Nun ja, du musst ein Ritual machen. Zu Vollmond auf dem Friedhof. Da musst du erst ein Kräutergemisch trinken. Da entwickeln sich dann innerhalb von 30 Sekunden deine Fangzähne. Glaub mir, das werden deine schlimmsten 30 Sekunden in deinem Leben. Na ja, danach musst du aus einem Tontrog  Tierblut trinken. Am Anfang wird es  widerlich, aber nachdem es leer ist willst du mehr. Auf jeden Fall musst du dann einen Menschen beißen, aber du wirst ihn nicht töten, denn die Selbstbeherrschung von jedem Vampir ist gleich von Anfang an da.“ Er schaute mich Ernst an und wollte sicher meine Reaktionen abwarten, aber ich sagte nichts.

„Alles in Ordnung, Kleine?“, fragte er.  „Du siehst aus wie eine Leiche! Tut mir ja leid, aber es ist wirklich so. Willst du dich vielleicht erstmal ausruhen? Ich kann dir später davon erzählen, okay?“

„Nein, nein, schon in Ordnung“, sagte ich.  „Erzähl schon zu Ende, bitte.“ „Okay, aber sag was wenn es dir dann nicht so gut geht. Also, nachdem du etwas Blut vom Menschen getrunken hast fällst du in eine Art Schlaf.  Du bist nicht ansprechbar, bekommst aber alles mit und das für 4 oder 5 Tage. Kann aber auch länger dauern. Bei mir hat‘s nur 2 Tage gedauert weil ich mehr Blut getrunken hab. Die Menschen sind meistens die besten Freunde. Bei dir also Seth. Ihr werdet übrigens später einmal zusammen kommen. Nur so als kleine zwischen  Information.“

Da war ich baff, aber auch erfreut und glücklich. Aber warum? War ich wohl doch in ihn verliebt gewesen?

„Okay… ich weiß nicht was ich sagen soll.“

Julyen lachte. „Musst du auch nicht. Ich rede einfach weiter. Nach diesen paar Tagen wirst du dich benommen fühlen. Kannst dich aber an alles Erinnern. Es wird dir bloß wie ein Traum vorkommen. Und dann kann ich deine Fähigkeit erkennen, wenn du eine hast, und wir können dein Training starten.“

„Cool. Und ist das egal an welchem Vollmond?“, fragte ich. „Ja, völlig. Heute, zum Beispiel, würde es auch gehen. Also, ich hätte nichts dagegen.“ Julyen grinste. Auch ich grinste, obwohl ich sehr unsicher war, ob ich mich darauf jetzt schon einlassen soll.

„Ich frag schnell Mom, kommst du mit?“, fragte er. Mein Bruder kannte mich echt zu gut.

„Klar!“ Ich hüpfte schnell vom Bett. „Du, July? Danke. Es tut mir leid dass ich so ausgetickt bin. Ich Liebe dich“, sagte ich und umarmte meinen Bruder. Auch er umarmte mich. Ich drückte meinen Kopf an seine Brust und fing an zu weinen. Das ganze war wohl doch zu viel für mich. Die Tränen waren nicht mehr auf zuhalten.

„Ach, Kleine. Ich habe schlimmer reagiert. Es brauch dir nicht leid zu tun. Jeder hat mit schlimmeren gerechnet. Ich Liebe dich auch.“ Er hob mich hoch und setzte mich auf meinem Bett ab.

July hat mich weinen lassen. Behutsam streichelte er die ganze Zeit meinen Kopf. „Es tut mir so leid, July. Ich wollte das nicht. Ich will das ganze auch nicht. Bitte lass es nicht passieren. Das kann man doch bestimmt aufhalten, oder?“

„Nein.  Spätestens mit 25 ist die Verwandlung abgeschlossen. Aber die letzten 7 Jahre würden verdammt schwer werden. Du müsstest die Vampierregeln als Mensch lernen, und das ist fast unmöglich. Denn mit 25 ist die ‚Vamp - Prüfung‘. Wenn du die bestehst, dann ist es okay. Da gibt’s keine Veränderungen, außer das du eben stärker wirst. Aber wenn du sie nicht bestehst wirst du umgebracht.“

Erschocken fuhr ich zusammen.

„Okay, dann lerne ich eben doch. Aber du hilfst mir, ja?“

„Ja, Kleine. Versprochen“, sagte er.

„Danke, July. Ich Liebe dich“, war das letzte was ich sagte. Irgendwann schlief ich dann vor Erschöpfung ein. 

 

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