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V. Lily der Vampir (Seth‘ Sicht)

 

Ich war wütend. Sehr wütend. Sie wollte mir sagen was nun war. Ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat und so. Aber dann legte sie einfach auf! Ich konnte es kaum fassen.

Mich verletzte das sehr. Vor allem weil ich sie liebte, und das nicht erst seit gestern. Seit über einem Jahr hoffe ich, dass sie sich in mich verliebt. Ich tue alles, aber nein. Sie schwärmt in meiner Gegenwart lieber von anderen „süßen und unbeschreiblich tollen“ Jungs.

Ich habe schon oft überlegt, ob ich nicht einfach mit ihrem Bruder über meine Gefühle reden sollte, weil er sie ja schließlich mit am besten kennt.

Zurück zum Thema. Sie meinte oft, dass sie wohl nie den richtigen finden würde, da sie oft verrucht wurden ist. Na ja, ganz gebe ich die Hoffnung dann doch noch nicht auf.

Jedenfalls war ich verdammt wütend. So wütend, das mir die Tränen kamen. Peinlich das zu schreiben.

Irgendwann klingelte mein Handy. Lily. Ich wusste nicht ob ich die einfach wegdrücken sollte, aber da ich letztendlich eh zurückrufen und mich entschuldigen würde, ging ich ran.

„Seth hier. Was gibt’s?“, fragte ich genervt. Sie sollte mitkriegen das ich sauer war.

„Hey Seth. Hier ist Julyen. Tut mir leid, aber ich habe Lily vorhin das Handy weggenommen. Also sei nicht auf sie sauer, okay?“

„Äh. Hi Julyen. Ja, okay. Ich bin ihr nicht sauer. Aber dir auch nicht. Was ist denn eigentlich los? Warum kann sie nicht mit mir telefonieren?“, fragte ich ein wenig geschockt.

„Lily schläft. Der Rest ist sehr schwierig am Telefon zu erklären. Das Beste ist, dass du rüber kommst, okay? Wir reden auch alleine. Ohne meine Eltern. Nur wir zwei“, versicherte mir Julyen.

Woher wusste er, dass ich mit ihm über etwas reden wollte, was ich unter vier Augen besprechen wollte. „Ja, okay. Also, dann bis gleich Julyen.“

Ich wollte gerade auflegen als Julyen noch sagte: „Wir stehen vor deinem Haus und holen dich ab. Bis gleich.“

„Äh, okay. Tschau.“ Als ich mein Handy wieder auf mein Bett schmiss war ich wie in Trance. Ich konnte kaum glauben was Lilys Bruder gesagt hat. Was ist wohl los mit Lily? Ob sie Krank ist?

Wie als Kurzschlussreaktion gehandelt, nahm ich meine Jacke und ging zu meiner Mom.

„Ich geh zu Lily. Sie ist krank. Hast du noch was von der Schokolade die sie so liebt?“, fragte ich. 

„Okay, Liebling. Bestell meiner Lieblings - Lily liebe Grüße und Gute Besserung. In der Küche liegen noch zwei Tafeln. Nimm sie euch mit. Sei um Mitternacht spätestens zuhause, ja? Oder schlaf bei ihr wenn es ihre Eltern erlauben und wenn sie nichts Ansteckendes hat. Tschau Schatz!“

„Danke Mom. Tschüß, bis morgen“, sagte ich einfach und lief aus dem Haus. Lilys Eltern hatten nie was dagegen, aber was Lily Krankheit betraf, wusste ich nicht, was auf mich zu kam.

Draußen warteten die Jacksons wirklich auf mich. Ich hatte ihnen das nicht abgekauft, aber was soll‘s? Es regnete ganz schlimm. Das hatte ich gar nicht mitgekriegt. Also nahm ich kurzer Hand die zwei Tafeln Schokolade als Regenschutz.

Trotzdem pitschnass, stieg ich ins Auto. „Danke dass sie mich abholen. Wie geht es Lily?“, begrüßte ich sie.

„Das machen wir doch immer wieder gerne. Lilyen ist ziemlich erschöpft und es tut ihr sicher leid, dass das mit heute Abend nicht klappt. Sie wäre bestimmt gerne zu dir gekommen. Aber ihr könnt doch bei uns feiern“, sagte Mr. Jackson zu mir, drehte sich um und zwinkerte.

„Äh, ja, machen wir bestimmt. Wenn es ihr besser geht!“, sagte ich. Ich konnte das Verhalten von Lilys Vater nicht deuten.

„Wenn du da bist wird es ihr besser gehen. Hundertprozentig!“ Diesmal kam mir Julyen komisch vor. Diese Familie war schon immer ein bisschen komisch, aber im Moment war es sehr extrem.

Kurz darauf waren wir auch schon bei den Jacksons zuhause. Julyen führte mich erst in die Küche. Als wir dann in der Essecke saßen schwiegen wir. Erst nachdem man den Fernseher laufen hörte fing Julyen an zu reden.

„Lily ist nicht direkt krank, aber sie braucht dich um wieder richtig… sie selbst zu werden“, sagte Julyen mit trauriger Stimme. Das machte mir verdammt große Angst.

„Was hat sie denn?“, fragte ich zögerlich.

„Sie hat nichts. Sie ist. Wir sind alle...“ Das verstand ich nicht. Wieder einmal. Wollten die mich irgendwie verarschen? So kam ich mir jedenfalls vor.

„Hä? Was ist mit ihr? Was ist sie, Beziehungsweise, was seid ihr?“

„Seth, wir sind Vampire. Aber bitte hab keine Angst vor uns, okay?“, meinte er. Ich sagte gar nichts, denn ich glaubte ihnen das auch nicht.

„Das darf nicht Wahr sein. Habt ihr denn auch Beweise für eure lächerliche Behauptung? Kein Wunder das Lily sich verarscht und angelogen von eich gefühlt hat!“, lachte ich sie lauthals aus. Ich stand auf um mir was zu trinken aus dem Kühlschrank zu holen. Als ich das Glas Orangensaft ausgetrunken und in die Spüle gestellt hatte, wendete ich mich wieder zu Julyen. Als er immer noch so überzeugt aussah lachte ich wieder.

Dann grinste ich ihn frech an und klatschte in die Hände. Irgendwer musste den Trottel ja aus seiner Überzeugung rausholen.

„Psst! Lilyen schläft doch“, ermahnte mich Mrs. Jackson. Wie war sie in nicht mal einer zehntel Sekunde hier her gekommen? Und neben ihr saß ihr Mann.

Wie haben die beiden das geschafft? Und ich habe hundertprozentig nicht geblinzelt. War das vielleicht der erste Beweis das sie wirklich Vampire sind? Ach Quatsch! Das rede ich mir bestimmt nur ein,dachte ich.

„Du willst einen Beweis? Hier hast du ihn“, sagte Mr. Jackson und öffnete den Mund. Da waren spitze Fangzähne, wenn man das so nennen kann. Sie waren außerdem noch sehr lang und scharf.

So etwas konnte man nicht billig kaufen oder nachmachen. Sie sahen verdammt echt aus.

Geschockt brach ich zusammen.

 

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